Warum die Bewertung von RoHS-Ausnahmen wichtig ist
Bei der RoHS-Konformität geht es nicht nur darum, zu prüfen, ob ein Produkt „RoHS-konform“ ist. Bei vielen Elektro- und Elektronikprodukten besteht die eigentliche Herausforderung darin, zu verstehen, ob ein eingeschränkter Stoff vorhanden ist, ob eine gesetzliche Ausnahme gilt, ob diese Ausnahme noch gültig ist und ob das Unternehmen seine Entscheidung mit zuverlässigen technischen Beweisen belegen kann.
Die EU-RoHS-Richtlinie beschränkt gefährliche Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten, um die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu schützen. Die Europäische Kommission erklärt, dass RoHS derzeit zehn Stoffe einschränkt, darunter Blei, Cadmium, Quecksilber, sechswertiges Chrom, PBB, PBDE und vier Phthalate: DEHP, BBP, DBP und DIBP.
Dies ist wichtig, da viele Produkte immer noch auf RoHS-Ausnahmen für bestimmte technische Anwendungen angewiesen sind, wie z. B. Blei in Legierungen, Blei in Loten, Blei in Glas oder Keramik, Quecksilber in bestimmten Lampen und Anwendungen in medizinischen Geräten oder Überwachungs- und Kontrollinstrumenten.
Eine RoHS-Ausnahme ist keine allgemeine Erlaubnis zur Verwendung eines eingeschränkten Stoffes. Es ist spezifisch, bedingt, anwendungsbezogen und zeitlich begrenzt. Wenn die Ausnahme nicht ordnungsgemäß angewendet wird, abläuft oder nicht durch geeignete Nachweise belegt wird, kann das Produkt einem Marktzugangsrisiko, einer Ablehnung durch den Kunden, Lücken in den technischen Unterlagen oder Druck bei der Neugestaltung ausgesetzt sein.


