Die Einhaltung der Stoffsicherheit im Eisenbahnverkehr ist heute eine Herausforderung für die Datenversorgung in der Lieferkette
Bahnprodukte haben oft lange Lebenszyklen, komplexe Stücklisten und mehrstufige Lieferantennetzwerke. Ein Zugsystem, eine elektrische Einheit, ein Kabel, eine Beschichtung, eine Sitzkomponente, ein Klebstoff, eine Dichtung, ein Befestigungselement oder ein Ersatzteil können Materialien enthalten, die von mehreren Lieferanten in verschiedenen Märkten bezogen werden.
Aus diesem Grund geht es bei der Stoff-Compliance im Schienenverkehr nicht mehr nur um das Sammeln einer einseitigen Lieferantenerklärung. Kunden erwarten zunehmend strukturierte, nachvollziehbare und aktuelle Nachweise darüber, ob Produkte verbotene oder deklarationspflichtige Stoffe enthalten.
Für den Eisenbahnsektor bedeutet dies in der Regel die Verwaltung der Stoffliste der Bahnindustrie (RISL), die UNIFE-Vorlage für die Material- und Stoffdeklaration (MSDT)und regulatorische Anforderungen wie z REICHWEITE, SCIP, RoHS, POPs, CLP und entstehend PFAS Einschränkungen.
UNIFE beschreibt RISL als eine bahnspezifische Liste verbotener und deklarationspflichtiger Chemikalien, die in der Bahnindustrie verwendet werden. Sie soll Lieferanten und Unterlieferanten helfen, Stoffe zu verstehen, die durch europäische und internationale Gesetzgebung eingeschränkt sind. UNIFE gibt außerdem an, dass RISL regelmäßig aktualisiert wird und die Überprüfung einmal im Jahr erfolgt.


